Der Fisch in seinem Element

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Was ist das Element des Fisches, wo er sich wohl fühlt und welches Hauptelement ist ihm wichtig für seine Existenz?

Als ehemaliger Hochseefischer weiß ich, dass Fische je nach Fischart, in der Regel grundsätzlich Wasser brauchen und zum Laichen mit einer bestimmten Temperatur, um sich fortpflanzen zu können und wir zum Beispiel beim Hering genau diese Gebiete zum Fang aufgesucht haben, wie die Georges Bank südlich von Neu-Schottland in Kanada! Der Hering sich aber sonst tageszeitlich verändert in seiner Bewegung im Pelagial, der Freiwasserzone bzw. am Grund des Meeres aufhält, um dem Zoo- Plakton nachzujagen, bzw. sich zur Ruhe zu begeben, so dass wir die Fangmethoden darauf einstellen mussten, mit dem Pelagischen-oder dem Grundschleppnetz!

Hier in dieser Ausstellung geht es mir aber in einer Doppelbedeutung sowohl um das Wohlfühlen und die Überlebensfähigkeit des Tieres Fisch, als auch um den im Zeichen der Fische geborenen Menschen, der ich selbst auch bin und seiner Weltsicht!

Dabei habe ich immer die ganze Erde mit ihren Ozeanen u ihren Lebewesen im Blickfeld, denn nur so haben wir Menschen meiner Auffassung nach eine Chance mit der Natur noch länger zu überleben, wenn wir wirklich in der Überlebensformel die ganze Erde mit ihren wirklichen realen Fakten ihres Zustandes in unsere Berechnung mit einbeziehen und die engstirnige Betrachtung der egomanen Kurzsichtigkeit und Verdrängung zu den Akten legen!

Durch meine eigene Entwicklung in verschiedenen Welten mit Ausgang 1942 in München, meinem Geburtsort und Lebensbereich der ersten 16 Jahre, dann mit meiner Mutter 1958 in ihre alte Heimat in den Osten gegangen, wo ich dann 1959 den Beruf des Hochseefischers erlernen konnte, mit Seefahrtsschule zum Kapitän in Großer Hochseefischerei und später mit einer sozialpädagogischen Ausbildung und Tätigkeit an Land mit zur See orientierten Azubis und später dann mit gefährdeten Menschen, habe ich als Autodidakt mit Selbststudium der gesellschaftspolitischen internationalen Geschichte und Zusammenhänge, neben der Natur auch seit meiner Kindheit die Bildende Kunst, angefangen mit Michelangelo, auf meine Art studiert und sie zu meiner zweiten Welt für den Ausgleich und meiner Auseinandersetzung mit meiner Umwelt geschaffen!

So bin ich mit den Fischen im Tierreich in einer Welt und möchte, dass wir uns so verhalten, dass sich alle Menschen und Tiere und die Natur, von der wir nun mal abhängig sind, so respektieren, dass wir mit ihnen überleben können dann bin ich richtig in meinem Element und fühle mich wohl! Eher nicht!

Erst die Betrachtung der Welt als Ganzes mit der Natur und allen Lebewesen im gegenseitigem Respekt und alle Menschen als notwendige Überlebensgemeinschaft zu sehen, ohne die wir verloren sind, befähigt uns mit der Natur zu überleben! Das sollten wir niemals aus den Augen verlieren!

Harald Nadler

Usedom, 26.03.2018